Königswalde - Sehma
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Königswalde oberer Bahnhof


Der Bahnhof Königswalde (Erzgeb.) ob. Bf. strahlte während seines Bestehens einen ganz besonderen Charme einer Nebenbahn aus. Idyllisch am Waldrand, lag er fernab der Zivilisation. Von August 1906 bis Dezember 1994 war er Ausgangspunkt der 5,9 km langen Stichstrecke zum oberen Bahnhof von Annaberg. Die Züge aus Annaberg-Buchholz Süd, die zum oberen Bahnhof wollten, mussten hier Kopf machen. Bei Bedarf gab es hier sogar Zugkreuzungen. Am 29.12.1993 hatte 201 833 nach Rückkehr vom oberen Bahnhof ihre Übergabe bereits umfahren und ins Nachbargleis umgesetzt, als 201 095 mit N 5869 auf dem Weg nach Bärenstein soeben in den Bahnhof einfährt...(c) Danilo Grund


Nicht viel Arbeit hatte 201 007 am 24.06.1994 als die Fahrdienstleiterin "Zp 9" für die Abfahrt von UEG 68423 nach Annaberg-Buchholz ob. Bf. gab...(c) Danilo Grund


Vom Mai 2000 bis Anfang des Jahres 2004 bezog die BVO Bahn GmbH ihre Kohle für die Fichtelbergbahn über den Grenzübergang Bärenstein/ Weipert. Zwischen Weipert und Cranzahl übernahm die firmeneigene 716 522, eine V 60, die Beförderung des Zuges. Mit einem der letzten Leerzüge ist die Lok am 19.12.2003 als DGS 86882 auf dem Weg nach Weipert. Vom einstigen Bahnhof Königswalde ist kaum noch etwas zu erahnen. 716 522 fährt nach deren Verkauf heute übrigens Kesselwagenzüge in Hamburg...(c) Danilo Grund


Auf dem Weg nach Weipert, wo 3 ehemalige V 100 der CD, dort bezeichnet als 745, zur Überführung nach Espenhain warten, durcheilt 204 010 der Press mit den dazu benötigten Bremswagen als DBV 48384 den ehemaligen Bahnhof Königswalde (Erzgeb.) ob. Bf....(c) Danilo Grund


Bahnhof Cranzahl


In der Weihnachtszeit ist das Erzgebirge regelmäßig Ziel von Sonderzügen, die jedoch früher nicht ausschließlich eine besondere Bespannung aufwiesen. Am 10. Dezember 1994 hatte 219 165 mit dem aus 5 Bom-Wagen gebildeten Sonderzug Fahrgäste zur Schmalspurbahn nach Cranzahl gebracht und wartet dort nach dem Umsetzen auf die Rückfahrt, während sich 201 745 mit dem planmäßigen N 5876 schon einmal in die gleiche Richtung aufmacht. Damals gab es noch keine Ausfahrtssignale und noch lag der "Engländer" in der Anbindung zur Überladerampe für Schmalspurfahrzeuge...(c) Danilo Grund


Beliebt waren und sind bei Eisenbahnern und noch viel mehr bei Fotografen und Videofilmern die Doppelaus- und -einfahrten zwischen Normal- und Schmalspur in der westlichen Bahnhofsausfahrt. Am 08. April 1997 wurde durch das Eisenbahnmuseum Hilbersdorf eine Fotogüterzugveranstaltung mit 50 3648 durchgeführt, wobei der Zug in Cranzahl "Kopf machte" und die große Dampflok auf ihre kleine Schwester der Fichtelbergbahn traf, die damals noch unter Regie der DB AG verkehrte. Als der Fotogüterzug als Fbz 81814 Cranzahl nach Buchholz/ Schwarzenberg verließ, setzte sich auch die schnell noch zur 99 1774 umnummerierte und sonst planmäßig als 099 757 verkehrende Schmalspurlok mit RB 8849 nach Oberwiesenthal in Bewegung...(c) Danilo Grund


Vom 16.-20. Juli 1997 feierte man unter Regie der IG Pressnitztalbahn e.V. auf der Fichtelbergbahn mit Teilnahme unzähliger Gastfahrzeuge das 100jährige Jubiläum der Strecke Cranzahl - Oberwiesenthal. Gastfahrzeuge aus Radebeul und Freital-Hainsberg rollten nochmals per Schiene auf Schmalspurtransportwagen an. Nach dem Ende der Festwoche hatte am 21. Juli 1997 die 202 581, die übrigens als eine der wenigen Vertreterinnen ihrer Baureihe das einstige Bundesbahnfarbkleid in neurot erhielt, Rangierdienst für das Verladen der Schmalspurfahrzeuge zum Abtransport. Auch jetzt  gab es hier weder Ausfahrtssignale noch den extra Wasserkran für Normalspurfahrzeuge, auch standen noch die alten Schirmlampen und das rechts von der Lok abzweigende Gleis zur Laderampe und zum Kleinlokschuppen...(c) Danilo Grund


Blick auf den winterlichen Bahnhof Cranzahl am 29. November 2008 und den gerade aus Löbau angekommenen DPE 31747, welcher ab Flöha von 112 565 und 331 bespannt wurde. Die im Vordergrund zu sehende "Bekohlungsanlage" der Fichtelbergbahn wird auch heute noch regelmäßig von Kohlezügen beliefert, welche meist von einer V100 der PRESS gezogen werden...(c) Fabian Schenk


Am 24. Juli 2009 rangiert 65 1049 mit einem zum Wasserwagen umgebauten gedeckten Güterwagen im Bahnhof Cranzahl, um einen dort abgestellten alten Schmalspurtarnsportwagen abzuholen. Einen besonders guten "Einst und Jetzt"-Vergleich zu dieser Aufnahme bildet das Bild vom 21.07.1997...(c) Fabian Schenk


Am 08. September 2009 verlässt 642 555 als RB 30824 nach Chemnitz den Bahnhof Cranzahl und bekommt dabei die Fahrerlaubnis von den erst im Jahr 2004 aufgestellten Formausfahrsignalen angezeigt...(c) Fabian Schenk

Viadukt Cranzahl

Größte Schwachstelle des oberen Streckennetzes des Zschopautalbahn war Ende der 1980er Jahre der zwischen Kilometer 10,85 und 11 gelegene Cranzahler Viadukt. So bestand ab September 1988 sogar ein Verbot, die Brücke mit Dampflokomotiven sowie in Doppeltraktion und mit Vorspannlokomotiven zu befahren. Vom März bis Juni 1992 erfolgte die grundlegende Sanierung des über 100 m langen und bis zu 22 m hohen Bauwerks, wobei die alten Rautenträgerüberbauten durch neue, geschweißte Blechträgerüberbauten mit geweißter Bodenwanne ersetzt wurden. Die Sanierung machte eine vollständige Streckensperrung zwischen Cranzahl und Annaberg-Buchholz Süd notwendig. Die neuen, über 70 to schweren Überbauten wurden im Bf. Cranzahl vormontiert, mit speziellen Gleisrollern über die alten Überbauten eingefahren und auf einer Montagehilfskonstruktion abgesetzt und später abgesenkt.


Kurz vor Beginn der Streckensperrung, am 20. März 1992, überquert 201 770 mit P 18756 noch die alte Brückenkonstruktion. Damals stellten die Bom eine seltene Zuggarnitur dar. Wer hätte gedacht, dass man sich schon 5 Jahre später die alten Bghw-Wagen als Fotomotiv zurückwünschen würde...(c) Danilo Grund


Auf dem Bild vom 31. Mai 1992 sieht man sehr deutlich die Verfahrensweise, wie die alten Überbauten an speziellen, bei der DR erstmals angewendeten Hydraulikhubstangengeräten herabgelassen wurden, ehe nach anschließenden Betonieren der Auflagebänke die neuen Überbauten herabgelassen wurden...(c) Danilo Grund


Nachdem am 15. Juni der letzte neue Überbau auf die Brücke gefahren wurde, bot sich vom gegenüberliegenden Hang ein wunderbarer Blick auf die Brücke, der alle 3 Etappen der Rekonstruktion dokumentiert, das auf´s alte draufgefahrene neue Teil, das Absenken des alten Teils und das abgesenkte neue Teil. Am 30. Juni, dem letzten Tag der Vollsperrung erfolgte übrigens die Belastungsprobe der Brücke mit der Chemnitzer 232 580...(c) Danilo Grund


Nachdem die Brücke in Cranzahl erneuert wurde, war es erstmals möglich, dass eine Lokomotive der Baureihe 219 den Bahnhof Cranzahl erreichte. Erstmals war die 219 067 am 02. August 1992. Am folgenden Sonntag, den 09. August 1992 fuhr sie nochmals den gleichen Dienst und überquerte dabei u.a. mit N 5884 den erneuerten Viadukt...(c) Danilo Grund


Am herbstlichen 13. Oktober ist die 112 565 der Pressnitztalbahn Gmbh mit DBV 95908 von Weipert nach Grünhainichen-Borstendorf unterwegs und passiert dabei im letzten Abendlicht das Cranzahler Viadukt mit seinen mittlerweile schon wieder 16 Jahre alten neuen Überbauten...(c) Fabian Schenk

BÜ "Getreidesilos" / Salzstraße


Wegen Lokmangel an planmäßig eingesetzten 202ern beim Bh Chemnitz setzte dieser im Dezember 1993/ Januar 1994 nochmals verstärkt 228er grenzüberschreitend vor Personenzügen nach/ von Weipert ein. Dies war deren letztes Aufleben, sollten die Maschinen doch zum Fahrplanwechsel im Mai 1994 aus dem Plandienst ausscheiden.  Als 228 782 am 13 Dezember 1993 mit N 5873 dem in km 11,5 gelegenen Bahnübergang an der Salzstraße in Cranzahl passierte, der umgangssprachlich als BÜ "Getreidesilos" bekannt war, standen noch die namensgebenden Silos. Damals war der Bahnübergang noch technisch ungesichert und mit max. 20 km/h zu befahren...(c) Danilo Grund


Als 642 560 am 30. November 2008 mit RB 30819 den mittlerweile mit einer automatischen Lichtsignalanlage gesicherten Bahnübergang passiert, sind die Getreidesilos bereits seit 2 Jahre abgerissen und an gleicher Stelle entsteht ein neues Gewerbegebiet der gemeine Sehmatal. Der 642 560-7 ist übrigens ein thüringer Triebwagen, welcher derzeit leihweise bei der Erzgebirgsbahn im Einsatz ist, da bei den eigenen "Desiros" nach und nach neue Hauptuntersuchungen fällig werden...(c) Fabian Schenk

 Bahnhof Sehma


Außergewöhnliches Wagenmaterial zog einst die Fotografen zum Bahnhof von Sehma. So war es der zwischen die planmäßigen Bghw-Wagen eingereihte Halberstädter, am von 110 552 gezogenen Personenzug, welcher Anfang der 80er Jahre die Blicke des Fotografen auf sich zog. Im Vordergrund erkennt man das Gleis am Güterschuppen, wo ein Emil auf seine Entladung wartet und das daneben liegende Umfahrgleis des Güterschuppens, auf welchen oft Schadwagen abgestellt wurden...(c) Danilo Grund




Diese 2 Bilder von verschiedenen Wintertagen Ende der 80er Jahre zeigen nicht ungewöhnlich lange Übergabezüge. Auf dem einen sieht man, vom Güterboden aus aufgenommen, die Zuglok 110 878, auf dem anderen Schublok 106 508 beim Passieren des einstigen, überdachten Sehmaer Bahnsteigs...(c) Danilo Grund


Der Bahnhof Sehma bildete mit den Bahnhöfen Annaberg-B. unt. Bf.; Annaberg-B. Süd und Annaberg-B. ob. Bf. einen Komplexbahnhof. Bedient wurde er entweder mit von Annaberg-Buchholz Süd aus verkehrenden Übergaben oder nach/ aus Cranzahl verkehrenden Übergabezügen. Mit der mittäglichen Übergabe aus Annaberg-Buchholz Süd steht 110 881 an einem sonnigen Wintertag auf dem Sehmaer Ladegleis...(c) Danilo Grund




Auch zwei alte Bilder für sich sind schon ein guter Vergleich des Wandels: Als im April 1987 118 775 mit P 18780 im Bahnhof Sehma hält, besteht der Zug noch aus alten zwei- und dreiachsigen Wagen der Gattung Bage, einen zweiachser Packwagen und Expressgutwagen. Der Name des Ortes steht noch in verzierter Schrift auf dem Bahnhofsschild.
228 287 (das Nummernschild wich einem Aufkleber, aus 118 wurde nach gesamtdeutschem Nummernschema 228) war am 06. März 1993 nur deshalb vor N 6282 (man beachte, aus P .. wurde N ..) eingesetzt, weil die Buchholzer 201 kaputt ging. Der Zug enthält Wagen der Gattung Bghw und einen dreiachser Packwagen. Auf dem Bahnhofsschild stehen jetzt unschöne Druckbuchstaben. Das Streichen der alten Bänke vor dem Bahnhofsgebäude war wahrscheinlich zu aufwendig, und so wurden sie einfach entfernt...
(c) Danilo Grund


Regelmäßig kamen in Sehma ca. 1000 to schwere Sandzüge für das BMK Süd bzw. den Kreisbaubetrieb Annaberg an, die zu den ständigen Leistungen der Karl-Marx-Städter 118er gehörten. Einen dieser Züge hatte im Sommer das Pärchen 118 648 und 118 672 nach Sehma gebracht und fährt nun Lz zurück nach Karl-Marx-Stadt. Damals existierte noch der Anschluss für die örtliche BHG, auf dem noch bis 1990 meist G-Wagen mit Zement, Kalk, Dünger, u.ä. zugestellt wurden, der aber bereits im Laufe der Streckendurcharbeitung 1992 entfernt wurde...(c) Danilo Grund


Heute ist Sehma nur noch ein Haltepunkt, welcher im 2h-Takt, von den Zügen der Erzgebirgsbahn angefahren wird. Das alte Bahnhofsgebäude steht derzeit jedoch noch immer und wurde äußerlich auch kaum verändert. Es dient nun als Domizil für den Opel-Club Sehma und wird hier am 28. Februar 2009 von 52 8079 mit einer Wagenüberführung von Schwarzenberg nach Cranzahl passiert...(c) Fabian Schenk


Auch der ehemalige Sehmaer Güterschuppen steht momentan noch, wird jedoch nicht mehr genutzt. Am 28. Juli 2009 durchfährt 112 565 der Pressnitztalbahn mit einer seltenen Zuggarnitur aus 2 Res- und einem Bc-Wagen in rascher Fahrt den Hp Sehma in Richtung Cranzahl...(c) Fabian Schenk