Wolkenst. - Scharfenst.
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Bahnhof Wolkenstein


Als am 20. August 1993 das Foto entstand, welches 204 805 mit ihrem Personenzug in Richtung Flöha/ Chemnitz zeigt, versprühte der Bahnhof Wolkenstein noch einen Hauch der seit 1986 vergangenen Schmalspurzeit, als Züge von hier aus ins Preßnitztal starteten. Noch steht der alte Güterschuppen, einstige Bahngebäude, fungieren noch als selbige, auf den Nebengleisen stehen weit über 30 schadhaft abgestellte Wagen, der heute fast verschwundenen Gattung "Emil" und selbst das Gleis der Bahnmeisterei führt, wie das einstige Ausfahrtsgleis der Schmalspurpersonenzüge bis weit Richtung Bahnhofsvorplatz...(c) Danilo Grund




Nachdem es am 04. Februar 1995 eine erste Präsentationsfahrt mit dem 628 611 auf der Zschopautalbahn nach Weipert gab, hieß es, sich auf eine sukzessive Ablösung der klassischen lokbespannten Züge im Zschopautal einzustellen. So sollen 202 429 mit N 5876 und 202 311 mit N 5879 auf der Zschopaubrücke bei Ausfahrt aus dem Bahnhof Wolkenstein nochmals die mehrere Jahre im Einsatz befindlichen typischen Züge aus V100 und 2 Bom- bzw. Halberstädter Wagen widerspiegeln. Als 202 429 Richtung Flöha den Bahnhof verlässt, ist noch nicht zu erahnen, dass später einmal alle im Vordergrund befindlichen Laderampengleise durch Wagen des späteren Zughotels belegt sein sollen. Auch die Schranken für die Bahnhofszufahrt werden noch mechanisch vom Fahrdienstleiter des Bahnhofes aus gesteuert...(c) Danilo Grund


Wegen erwarteter, erhöhter Nachfrage wurde zu Pfingsten 1996 einigen Zügen der Zschopautalbahn zusätzlich ein Fahrradtransportwagen der Gattung Dm beigestellt. 202 430 verlässt am 20. April 1996 mit dem als RB 5882 verkehrenden solchen Zug, den Bahnhof Wolkenstein und konnte dabei vom gegenüberliegenden Ziegenfelsen aus abgelichtet werden. Selbst die später errichtete Fußgängerbrücke vom Bahnhof Richtung Stadt durch die so genannte Wolfsschlucht fehlt zum Aufnahmezeitpunkt noch...(c) Danilo Grund


Wieviele Fotografen wären wohl heute unterwegs, wenn ein "U-Boot" mit so einem "Gemischtwarenzug" ins Erzgebirge fahren würde? Einsam und allein konnte nach einem Gespräch mit dem bekannten Lokführer, nach dem erfolgten Kreuzungshalt die Ausfahrt von 219 136 mit dem als UEG 68305 nach Schönfeld verkehrenden Güterzug abgelichtet werden, der neben Kohle für Schönfeld, selbige für die Schmalspurbahn Cranzahl, Diesel für die Einsatzstelle Buchholz auch Leerwagen aus Flöha und Zschopau mitführt. Im Gleis erkennt man auf den Holzschwellen noch die Arritierung des hier schon beginnenden ehemaligen Dreischienengleises der Preßnitztalbahn...(c) Danilo Grund


Am 10. Dezember 1999 kam im Auftrag von "Eisenbahnromantik" ein Sonderzug der IGE Hersbruck, bestehend aus V 200 002 und 5 Wagen des Verkehrsmuseums von Stuttgart über Nürnberg nach Cranzahl und damit wieder einmal eine neue Lok auf die Zschopautalbahn. Bei Einfahrt in den Bahnhof Wolkenstein wurde der als Dz 91561 verkehrende Zug auf der dortigen Zschopaubrücke abgelichtet...(c) Danilo Grund


Für die Erweiterung seines "Wolkensteiner Zughotels", und zwar zur ursprünglich geplanten Aufnahme von Jugendgruppen/ Klassenausflügen, erwarb der Wirt des gleichnamigen Restaurants von der Bahn den ehemaligen Katastrohenschutzzug des Bww Löbau, der zu der Zeit aber eigentlich mehr seines Aussehens und Allgemeinzustandes den Namen verdient. Die Überführung vom Bahnhof Chemnitz Süd bis Wolkenstein erfolgte am 02. Januar 2001, indem man die planmmäßige CB 59563 von Zschopau bis Wolkenstein verlängert. Da der Zug nur noch rollfähig war und selbst keine funktionstüchtigen Bremsen besaß, liefen am Zugschluss 2 K-Wagen als Bremswagen mit. Dies wurde aber zum Problem im Bahnhof Wolkenstein. Was tun mit nur einer Lok und bereits zum gesperrten Gleis gehörenden Weichen in der Ausfahrt Wolkenstein Richtung Annaberg? Also stellte man auch diese dort ab und fuhr am darauffolgenden Donnerstag nochmals mit einer 204 und 298 bis Wolkenstein zur Bereitstellung des Kat-Zuges und Abholung der Plattenwagen - eben Eisenbahn im 20 Jahrhundert...(c) Danilo Grund


Im Zuge des im Jahre 2007 vollführten Umbaus der Zschopautalbahn auf ESTW mit umfangreichen Sanierungen erhielt auch der Bahnhof Wolkenstein einen Komplettumbau mit wesentlicher Spurplanbereinigung. Hierzu zählte auch eine Komplettsanierung der Bahnsteigüberdachung, die dazu komplett demontiert und auswärts aufgearbeitet wurde, was das Foto vom 19. Mai 2007 dokumentiert...(c) Danilo Grund


Während des Umbaus der Zschopautalbahn gab es auch dies zu beobachten. 204 013 der Pressnitztalbahn GmbH entgleiste am 01. August 2007 im Baugleis im Bereich der Einfahrt in den Bahnhof Wolkenstein mit dem vordersten Radsatz. Die Eingleisung erfolgte mittels Autodrehkran von der nahen Bahnhofszufahrt aus...(c) Danilo Grund


Welch Vergleich zum Foto vom 20. August 1993. Als am 05. Juni 2008, also knapp 15 Jahre später, die abendliche Kreuzung zweier VT 642 der Erzgebirgsbahn als RB 30828 nach Chemnitz und RB 30829 Richtung Cranzahl aufgenommen wurde, wirkt der Bahnhof nach seinem Komplettumbau im Zuge der ESTW-Umstellung der Zschopautalbahn ordentlich aufgeräumt, aber steril und amputiert. Die Betriebsgleise sind auf das nötigste zurückgebaut, der Güterschuppen abgerissen, einstige Bahngebäude zu Wohnhäusern mutiert und dort, wo einst erst Schmalspur-, später Normalspurgleise lagen, hängen heute Oma Hilde und Tante Frieda ihre Wäsche auf...(c) Danilo Grund




Wolkenstein ist heute der einzigste Bahnhof der Zschopautalbahn, wo zeitgleich 3 Züge kreuzen können. Im oberen Bahnhofsbereich Richtung Annaberg befindet sich dazu ein Interimsgleis, auf dem Sonder- oder Bedarfszüge die, wochentägliche Plankreuzung der Regionalbahnen im Stundentakt, abwarten können. Sind diese für das 190 m lange Gleis zu lang, kann es auch vorkommen, dass der Sonderzug am Bahnsteiggleis einfährt und wartet. Dann muss die talwärtige Regionalbahn die Ausfahrt des Gegenzuges im Interimsgleis abwarten, ehe sie an den  Bahnsteig vorrücken kann. So geschehen auch am 21. Dezember 2008, als 52 8079 mit P 91340 aus Berlin-Schöneweide wartet, während sich 642 057 als RB 30815 Richtung Cranzahl und 642 237 als RB 30814 Richtung Chemnitz am Interimsgleis begegnen. Der am rechten Bildrand zu sehende Schienenschneepflug, Bauart Meiningen, steht ganzjährig auf dem letzten verbliebenen Abstellgleis im Bahnhof Wolkenstein für eventuelle Räumeinsätze abgestellt...(c) Fabian Schenk
Als später der Sonderzug mit 219 158 als Schiebelok ausfährt, ergibt sich ein schönes Vergleichsfoto zum Motiv mit 219 136 von 1996...(c) Danilo Grund


 Vom 22. bis 25. April 2009 fanden auf der Zschopautalbahn Schienenschleifarbeiten statt. Zur Überführung der dafür benötigten Schleifmaschinen nach Wolkenstein wurde das "Dreibein" 363 028 der Pressnitztalbahn eingesetzt, welches hier am Morgen des 25.04. vor dem ehemaligen, aber zumindest äußerlich noch recht gut gepflegtem, Empfangsgebäude wartet. Links und rechts des Gebäudes erkennt man jeweils einige Wagen des "Wolkensteiner Zughotels", welche zu Ferienwohnungen umgebaut wurden und bis zu 6 Personen Platz geben...(c) Fabian Schenk


Im Jahre 2002 erfolgte mit den Bauarbeiten zur Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Wilischthal und Annaberg-Buchholz unterer Bahnhof auch der Komplettneubau einer noch aus Gründungszeit stammenden Mühlgrabenbrücke vor dem Bahnhof Wolkenstein. Am 03. Mai 2009 überquert diese 112 565 mit einem Arbeitszug von Annaberg-Buchholz Süd nach Hetzdorf, der Langschienen vom Bahnhofsrückbau Schwarzenberg zur Wiederverwendung bei Oberbauertüchtigung bei Oberneuschönberg  enthält, aufgenommen vom nahem Ziegenfelsen aus. Ein sehr guten Einst und Jetzt-Vergleich dazu bietet das Bild vom 20. April 1996...(c) Danilo Grund


Haltepunkt Warmbad


Besonders eng und schmal zeigt sich das Zschopautal bei Warmbad. Zschopaufluss, Eisenbahnstrecke und Bundesstraße liegen dicht nebeneinander zwischen steil aufsteigenden Felswänden. Die Eisenbahn wechselt hier mehrfach, in fast 180 Gradbögen die Himmelsrichtung. Am 22. September 1993 wurde von einem der Felsen, der mit 201 770 und Vorspannlok 201 773 bespannte, tägliche Ng 65006 auf seiner Talfahrt abgelichtet...(c) Danilo Grund


Im noch unsanierten Zustand präsentiert sich die talwärtige Zschopaubrücke hinter dem Hp Warmbad, als 202 578 am 05. Mai 1997 mit einem langem Holzzug aus Schönfeld als Üg 68304 über sie hinwegdonnert...(c) Danilo Grund


Das Telegramm nannte "Kälteeinbruch" als Ursache, dass am 19. Oktober 1999 die RB 27101/27106 anstatt mit BR 628 außerplanmäßig lokbespannt mit 202 743 und einem Reisezugwagen bespannt wurde. Die gute alte Dampfheizung scheint ihren Dienst noch ordentlich zu erledigen, verkündet dies doch die Dampffahne am Zugende, während der kurze Zug im Haltepunkt Warmbad einen Reisenden aufnimmt. Noch ist der Bahnsteig unbefestigt , uneingekürzt und mit typischen DDR-Betonmastenlampen ausgestattet...(c) Danilo Grund


Auch er war schon Fahrgast auf der Zschopautalbahn - Radsportlegende Gustav Adolf "Täve" Schur. Anlässlich der Einstellung des Schienenpersonennahverkehrs wurde der VT 172 003 und 172 760 der Lugauer Eisenbahnfreunde von der PDS-Landesfraktion angemietet, um im Rahmen der sächsischen Schienentage mittels einer Protestaktion gegen die Betrienseinstellung publik zu machen. Entsprechend "geschmückt", konnte der als Lr(D) 83303 von Oelsnitz über Zwickau nach Cranzahl beim Fotohalt in Warmbad abgelichtet werden...(c) Danilo Grund


Am 25. April 2009 durchfährt 363 028 der PRESS mit einer Baumaschinenüberführung den modernisierten Haltepunkt Warmbad...(c) Fabian Schenk


Ortsdurchfahrt Hopfgarten


Die Ortszufahrt Hopfgarten führte jahrelang über einen schmalen unbeschrankten Bahnübergang auf der Zschopautalbahn. Wegen Sichteinschränkung mussten talwärtige Züge seinerzeit den BÜ mit V max 10 km/h passieren. Am 29. April 1996 war eine unbekannt gebliebene 202 mit RB 5873 soeben bergwärts an dieser Stelle unterwegs...(c) Danilo Grund


Im Zuge der Sanierung und ESTW-Umrüstung der Zschopautalbahn erhielt auch der Bahnübergang in Hopfgarten eine EBÜT-Anlage. Entsprechend geltender Vorschriften musste dazu die Zufahrtsstraße verbreitert werden, dass sich auf dem Bahnübergang zwei LKW´s problemlos begegnen könnten, wenn wegen der angrenzenden, steilen Dorfstraße jedoch kaum eintretend. Ein unbekannt gebliebender 642 passiert am 20. April 2009 als RB 30837 den neuen Bahnübergang...(c) Danilo Grund


Bahnhof Scharfenstein


Der Bahnhof Scharfenstein besaß besonders lang gezogene Kreuzungsgleise. Ausfahrtssignale und Einfahrtsweiche in Richtung Annaberg befanden sich weit vor dem Bahnübergang am Ende der lang gezogenen Stützmauer. Auf dem Bild, das 201 745 am 24. Juli 1994 vorm abendlichen N 5885 Richtung Cranzahl zeigt, sind die EZMG-Signale noch neben dem 1. bzw. hinter dem 2. Wagen des Zuges zu sehen. N 5885 war übrigens in der Fahrplanperiode 1994/1995 der einzige Doppelzug auf der Zschopautalbahn, hielt jedoch an jeder Unterwegsstation und fordert bei 1 3/4 Stunden Fahrtzeit von Chemnitz nach Cranzahl den 1000-PS-Maschinen volle Leistung ab...(c) Danilo Grund


Wenn auch schon abgebunden vom Streckengleis, aber noch lagen am 25. Mai 1996 in Scharfenstein sämtliche Nebengleise, zum Teil erst vor wenigen Jahren mit Betonschwellen erneuert, als 628 588 und 628 587 anlässlich Pfingsten doppelt als RB 5867 dort Halt machen...(c) Danilo Grund 


Auch solch Zugkompositionen gab es auf der Zschopautalbahn! Am 06. August 1998 verkehrte ein Sonderzug für den Verein "Bürgerbahn" von Plauen über Johanngeorgenstadt, Karlsbad, Komotau, Weipert und Chemnitz zurück nach Plauen. Auf der Zschopautalbahn war 219 071 für die Bespannung eingeteilt. Die Überführung nach Weipert erfolgte als Schluss-Lz am als RB 6269 verkehrenden 628 587, hier abgelichtet auf der Stützmauer hinter Scharfenstein...(c) Danilo Grund


"RZ 2000" hieß zur Jahrtausendwende das große Schlagwort, mit dem (angeblich) überflüssige Gleise zurückgebaut wurden und Unterhaltungskosten zu senken. Scharfenstein war auf der Zschopautalbahn einer der ersten Bahnhöfe, der seine Funktion als selbiger verlor. Als 204 848 am 19. Oktober 1999 im warmen Morgenlicht aus der seinerzeit langen Langsamfahrstelle aus-, in den Bereich des ehemaligen Bahnhofs einfährt, erinnern die Gleisreste eher an einem Bombenangriff als an einem kontrollierten Rückbau...(c) Danilo Grund


Die Gemeinde Scharfenstein plant zur Aufwertung des Geländes um die "Märchenburg" eine nicht unwesentliche Umgestaltung des einstigen Bahnhofsgeländes. Dazu gehört anhängig von auszureichenden Fördermitteln eine komplette Sanierung des einstigen Empfangsgebäudes bis hin zu einem eventuellen Abriss des alten Güterschuppens zur Schaffung zusätzlicher Parkplätze. Von einem kurz vorher gerodeten, gegenüberliegenden Hang bot sich am 31. Dezember 2008 ein guter Überblick über das Ensemble und die zwei als RB 30814 talwärts rollenden Triebwagen der Baureihe VT 642 der Erzgebirgsbahn...(c) Danilo Grund


Um auf einen zu erwartenden Fahrzeugengpass aufgrund der anstehenden Hauptuntersuchungen an den Triebwagen der Baureihe 642 zu reagieren, beschaffte die Erzgebirgsbahn Anfang des Jahres 2010 eine Diesellok der Baureihe 218 mit passenden n-Wagen. Somit sind auch "Jetzt" bei Triebwagenmangel wieder lokbespannte Personenzüge im Zschopautal zu erleben, wenn auch mit anderen Fahrzeugmaterial als "Einst". Am 23. April 2010 näherte sich die 218 324, welche inzwischen jedoch durch die 218 430 ersetzt wurde, mit RB 30809 dem Haltepunkt Scharfenstein...(c) Fabian Schenk


Um im Winter die Strecken immer befahrbar zu halten setzt die Erzgebirgsbahn zwei Schneepflüge der Bauart Meiningen ein, wovon einer ganzjährig im Bahnhof Wolkenstein stationiert ist. Mit diesem Schneepflug ist EGB 202 646 am 29. Dezember 2010 von Wolkenstein nach Flöha unterwegs, um anschließend die Strecken nach Olbernhau und Marienberg zu räumen, und durchfährt dabei den Haltepunkt Scharfenstein mit gleichnamiger Burg...(c) Fabian Schenk